Waasenmoos

Jüngste Maskengruppe der Gebrazhofer ist das Waasenmoosmale, die 1986 entstand. Ihm folgte bald das passende Waasenmoosweible.

Früher einmal gab es rund um Gebrazhofen große Moorgebiete und sumpfige Wiesen. Während die meisten davon im Laufe der Zeit trockengelegt und bewirtschaftet wurden, ist das Waasenmoos eines der letzten noch übrigen Moorgebiete.

Das Häs dieser Maske stellt die Moorlandschaft dar. Die Wolle, aus der es gefertigt ist, war früher neben dem Flachs das Material, aus dem sich die Bevölkerung Ihre Kleidung machte. Die vier großen Schellen am Bauchgurt sollen die Dämonen und Geister verjagen, die im Moor vor allem während der Wintermonate ihr Unwesen trieben. Die Holzmaske hat zwei unterschiedliche Hälften: So stellt die grimmige Seite die Angst vor der Naturgewalt im Moor dar, während die freundliche Seite die Vorteile des Moors symbolisiert. Denn aus dem Moor kam Torf zum Heizen, man sammelte Wurzeln, Beeren und Kräuter und ließ seine Schafe und Ziegen dort weiden.